Blick vom Marktplatz auf das neue Bankgebäude. Charakteristisch ist die Aufnahme der Trauf- und Firsthöhen und die Adaption der ortstypischen Giebel und Lochfassade.

 

Neubau Volksbank Peine am Markt

Die Volksbank BRAWO Peine befindet sich in prominenter Lage direkt am Marktplatz. Eine heterogene Mischung aus historischer Architektur prägt das Erscheinungsbild der Fassaden.

Während die genauen Baustile der einzelnen Häuser variieren, dominieren traditionelle Bauweisen, die typisch für norddeutsche historische Marktstädte sind.

Das Baugrundstück bietet die Möglichkeit, die durch den Rückbau des Bestandsgebäudes freie Parzelle neu zu besetzen. Der geringe „Footprint“ sorgt für eine Reduktion der bebauten und versiegelten Fläche. Das neue Gebäude schließt die Lücke und verwebt den Platz mit der rückwärtigen Straße. Es entsteht ein sehr kompaktes Gebäude, das in seiner Geometrie, Maßstäblichkeit und durch Proportionierung und Materialwahl einen wesentliche Beitrag zur städtebaulichen Reparatur leistet. Die Ausrichtung und Gestaltung des Neubaus ist zweiseitig und gemäß der Funktion und Erschließung nicht hierarchisch: Die fußläufige Erschließung erfolgt vom Platz, die Erschließung für den KFZ-Verkehr vom Windmühlenwall. Zwischen Parkplatz und Bankgebäude entsteht ein neuer, grüner Puffer, der als gestalteter Außenraum eine Aufwertung des Außenraumes darstellt.

 
 
 
 
 
 
 

Schritt 1: Maßstabsgerechte Übetragung der First- und Traufhöhen und Giebel.

 
 

Schritt 2: Entwicklung einer Lochfassade. Die Fenstergrößen folgen der umliegenden Bebauung.

 
 
 

Schritt 3: Die Fassadengestaltung sorgt für einen angemessen Maßstab und Differenzierung.

 
 
 
 

Der Neubau reagiert auf die gebaute Umgebung und interpretiert die historische Bausubstanz. Es entsteht ein kompaktes Gebäude, welches auf die Trauf- und Firsthöhen der Nachbargebäude reagiert und die typische Gebäudegeometrie und Maßstäblichkeit adaptiert. Das Gebäudevolumen folgt in seiner Ausformulierung der ortstypischen Kleinteiligkeit. Der Neubau zeichnet die charakteristischen, architektonischen Merkmale der historischen Bebauung vereinfacht und zeitgenössisch nach. Dabei werden die architektonische Merkmale respektvoll interpretiert und zu Neuem formuliert, ohne zu imitieren. Die Fassadengestaltung sorgt für ein harmonisches Gesamtbild. Die strenge Rhythmisierung der Fassade ist das Ergebnis einer Interpretation der ortstypischen Erscheinung der Gebäude. Die Fassadengestaltung differenziert subtil zwischen den unterschiedlichen Nutzungen: Das Erdgeschoss verfügt über große Schaufenster. Der Eingang ist gut auffindbar. Seitlich bilden, dem Raster folgend, geschlossene Wandelemente den Anschluss und Übergang zur Nachbarbebauung. Die Erschließung erfolgt zweiseitig. Es entstehen funktionale Eingangssituationen und Sichtbezüge zwischen den zwei Außenräumen. Ein subtiler Rücksprung in der Fassade kennzeichnet den jeweiligen Eingang. Sämtliche Etagen sind aus dem Gebäudegrundraster entwickelt. Die Struktur des Gebäudes ermöglicht Einzelbüros und freie Grundrisskonzepte. Zudem sind alle Ebenen barrierefrei organisiert. Das Gebäude kann damit flexibel auf zukünftige Bedarfe reagieren.

 
 

Ansicht Markt

 
 

Über ein durchgestrecktes Foyer wird der SB-Berercih unabhängig von den Öffnungszeiten erschlossen. Trennwandsysteme ermöglichen ein effizientes, flexibles und arbeitszeitenunabhängiges Nutzungsszenario.

Der Servicebereich ist großzügig und modern gestaltet. Es werden verschiedene Arbeitsgruppen und ein offener, attraktiver und serviceorientierter Bereich angeboten.

Eine skulpturale Treppe führt aus dem Eingangsbereich in das Saalgeschoss. Ein Trennwandsystem ermöglicht das Öffnen und Schließen des Treppeneraumes und stellt eine sichere Zugangskontrolle dar. Zusätzlich kann der Saal mit einem Fahrstuhl barrierefrei erschlossen werden.

Der Saal bildet die Beletage: Je nach Veranstaltungsgröße kann der Raum optimal genutzt werden. Die angrenzende Dachterrasse un der Patio bilden eine optionale Erweiterung der Veranstaltungsfläche in den Außenraum. Der Vorbereich dient als Foyer. Ausreichende Garderoben-, Lager- und Sanitärbereiche sorgen für ein attraktives Zusatzangebot und ermöglichen Veranstaltungen - über die notwendigen internen Events - an zentraler Stelle in der Stadt mit Ausblick auf den Marktplatz.

Die Bürogrundrisse sind flexibel organisiert. Die Struktur des Gebäudes ermöglicht unterschiedliche Nutzungsszenarien: Es sind sowohl Einzelbüros mit offener Kombizone als auch offene Grundrisskonzepte möglich. Dadurch kann das Gebäude auf zukünftige Nutzungsanforderungen reagieren.

 
 
 
 
 

Der Neubau wird konstruktiv im Erdgeschoss und in der Beletage als Massivbau entwickelt. Die Büroetagen sind als Holz-Hybrid-Konstruktion geplant. Die Fassade besteht aus einer Beton-Skelettkonstruktion mit Vormauerziegel. Die Vorsatzschale besteht im Erdgeschoss aus Sichtmauerwerk, in den Obergeschossen wird der Ziegel geschlämmt und inem Pastellton gestrichen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Die Zugänglichkeit zum SB-Bereich erfolgt von zwei Seiten, unabhängig von den Öffnungszeiten könne die Kunden zu den Serviceterminals gelangen.

Die Halle und die Treppe zum Saal können mittels Trennwandsystemen geteilt werden. Somit sind flexible und von den Öffnungszeiten unabhängige Nutzungen möglich.

Der Saal kann geteilt werden. Rückwärtig schließt die Dachterrasse mit der Freitreppe zum Pation an.

Die Büroebenen können flexibel gestaktet werden. Es sind Zellenbüros und offene Grundrisskonzepte realisierbar.

 
 

Nutzung: Bankgebäude

Ort: Peine

Jahr: 2026

Status: Wettbewerb, 2. Rang nach Überarbeitung

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